Christoph Swoboda
München, 20. Juni 2026
Hallo coco
Liebe Freundinnen und Freunde,
die Techniken und Wege der Mystiker und Suchenden aus ganz unterschiedlichen Kulturen haben mich schon immer fasziniert.
Ob in Ritual, Gebet oder Meditation – dort entsteht für mich etwas sehr Einfaches und zugleich sehr wunderbar und grundlegend: ein Gefühl von Verbundenheit mit allem, was da ist.
Und genau darin liegen für mich Sinn und Wert meiner persönlichen Spiritualität:
Wenn ich mich verbunden fühle, geht es mir gut. Wenn ich mich getrennt erlebe, geht es mir nicht so gut.
Ich nehme wahr, dass es Zusammenhänge, Bewegungen und Kräfte gibt, die größer sind als Du und ich und die sich nie vollständig erklären lassen.
Ich glaube, dass wir in unserer innersten Tiefe mit jener Unbegreiflichkeit des Seins verbunden sind und dort liegen unsere Quellen von Lebendigkeit, Zuversicht, Liebe, Heilung und innerer Kraft.
Gleichzeitig lasse ich mir diese Unbegreiflichkeit nicht mehr von einer Religion, einem Glaubenssystem oder einem Guru erklären.
Sie bleibt für mich unbegreiflich – und doch erfahrbar.
Und es gibt in mir auch immer die Stimme der Aufklärung: die Stimme, die fragt, zweifelt, prüft und nach nachvollziehbaren Erklärungen sucht. Ich schätze diesen inneren Zweifler sehr.
Vielleicht ist genau dieses Spannungsfeld mein innerer Boden: offen für Erfahrung und zugleich skeptisch gegenüber jeder endgültigen Deutung
.
Oder, wie Salama einmal so schön sagte:
„Den Himmel berühren und auf dem Boden bleiben.“
Aus dieser Haltung heraus ist jetzt unser Sommerretreat „Dem Ruf folgen“ entstanden.